Mit dem Semesterticket von Göttingen nach Hamburg, auf die Reeperbahn und zurück.

Das in den Göttinger Studiengebühren von etwa 180 € ein Semesterticket enthalten ist, schrieb ich bereits gestern als es um die Semesterticketeinweihungsrundreise als Teil der O-Phase ging. So besonders ist dieses Göttinger Semesterticket im Grunde gar nicht, denn es ist eigentlich ein Niedersachsenticket der Deutschen Bahn, nur das wir für ein ganzes Semester nur 50 € für bezahlten müssen. Wie dem auch sei, als Teil meiner eigenen Semestereinweihungsrundreise besuchte ich dieses Wochenende meinen Lieblingsbruder in Hamburg. Wobei Wochenende das ganze nicht wirklich passend beschreibt, denn es waren kaum 24 Stunden die ich in Hamburg verbrachte

Blauer Himmel und eitel Sonnenschein. So begrüßte mich Hamburg am späten Samstagnachmittag. Wie komme ich denn jetzt von Hamburg-Harburg nach Heimfeld? Die S3 würde das beispielsweise machen oder aber der Bus – MrOrange ist gelaufen. Blöd war lediglich, dass mein Lieblingsbruder noch arbeiten war und sein Mitbewohner anscheinend nicht zu Hause. Noch blöder, auf den ersten Blick, war allerdings, dass mein Lieblingsbruder das sein WLAN geändert hatte. Wohl dem, dass er das alte Passwort weiter genutzt hat und ich dieses nur in den Tiefen meines iBooks wieder finden musste! PJ, der Mitbewohner, war dann doch zu Hause … Klingel überhört, noch geschlafen?

Alles schön und gut. Hamburg hier bin ich, aber was macht man denn an einem Samstagabend in Hamburg? Fussball fiel flach, denn erstens hatte der HSV kein Heimspiel und zweitens wäre das Spiel am Nachmittag gewesen. Icehockey ging auch nicht, denn es interessiert mich einfach nicht. Eine Hafenrundfahrt bei Nacht? Wer kommt denn auf so eine Idee, da sieht man doch gar nichts? Es ist dann doch etwas mit H geworden, nach dem der HSV und die Hafenrundfahrt nicht wirklich zur Debatte standen, die Hermannstraße. Es ging also zur Reeperbahn. Mit dabei waren übrigens auch PJ und seine Freundin, sowie ein weiterer Freund der Drei.

Reeperbahn? Wie war das denn? Interessant war das, denn hier sind die Bierpreise nicht nur hoch, sondern die leichten Mädchen auch überaus aggressiv. Wenn man mal von der Hermannstraße absieht, wo es eindeutig zivilisierter zu ging, wurde geschubst, gezogen, festgehalten und Beine gestellt, nur um für eine halbe Stunde “Spaß” zu werben. Äh, ja, Nein – so krass hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wie das so ist auf der Reeperbahn, denn sowohl die leichten Mädels, als auch die Bars bieten für jeden Geschmack etwas. Von dunkler Spelunke, wo wir mit unserem Alter der Altersdurchschnitt merklich senkten, zur Diskobar die auch in der Calle Mon in Oviedo gut aufgehoben wäre, bis zur Eckkneipe mit Hafenbarmotiv. Nur die Preise … 0,3l Becks für 3 € oder 0,5 l Pils für 5 €!? Spielte ja aber auch keine Rolle, denn nach keinen drei Bier verabschiedete ich mich sowieso in Richtung alkoholfreie Getränke!

Ach, der eigentliche Grund für meinen Hamburgbesuch war jedoch nicht der Ausflug zur Reeperbahn. Eigentlich war geplant am Sonntag zu IKEA zu fahren. Dumm nur das der am Sonntag gar nicht geöffnet hatte und somit auch das Frühstück bei IKEA ausfiel. Der Sonntag in Hamburg war dann genauso spektakulär wie kurz. Nach den Ausschlafen bis in den späten Vormittag ging es auch schon fast zum Bahnhof. Frühstück beim China-Mann und ab in den Zug. Vier Stunden zurück nach Göttingen, aber diesmal ohne Umsteigen.

Ja, die Bahn ist auch so etwas wie mein liebstes Fortbewegungsmittel!? Wenn ich da nur an die Gespräche meiner Mitreisenden denke, die vom Augenbrauenfärben über sämtliche Krankheitsbilder, inklusive dem mitgebrachte – dazu passenden – Röchelhusten, bis zum Studienbeginn weil Ersti, war wieder alles dabei. Toll! Noch viel toller sind aber die standardmäßig verdreckten Tische und überfüllten Mülleimer und der allgemeine Mangel an Steckdosen in den Regionalbahnen! Arg, wenn der Studentenausweis nicht das Niedersachsenticket enthalten würde, würde ich auch sofort über mitfahrgelegenheit.de fahren, aber günstiger als gratis gibt es eben nicht!

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