Seminarausfall und wie sich ein Ersatztermin finden lässt?

Jedes Semester beginnt das gleiche Spiel von vorne, zumindest für die meisten Studenten in Deutschland: der Stundenplan für das neue Semester muss erstellt werden. Das dies nicht immer einfach ist, kann ich aus sieben Semestern an deutschen Universitäten versichern. Vermeintlich wichtige Pflichtveranstaltungen können sich da durchaus mal überschneiden. Ganz zu schweigen von den inflationär genutzten Tutorien, die jedem Göttinger Wirtschaftsstudenten empfohlen werden. Richtig interessant wird es aber, wenn man versucht zwei Fächer miteinander zu kombinieren.

Wie dem auch sei, das beste kam nämlich heute. In unserer Einführungsveranstaltung in die Wirtschaftspädagogik offenbarte uns unsere Dozentin, dass die Veranstaltung nächste Woche wohl ausfallen müsste. Nichtsdestotrotz würde sie das Seminar gerne nachholen wollen und fragte nun, ob wir vielleicht auf einen gemeinsamen Termin kommen könnten.

Wie sieht es denn mit Donnerstag 10 bis 12 Uhr aus?“ … „und mit Freitag 10 bis 12 Uhr“ … „aber Freitag 8 bis 10 Uhr!“ … „aber Montag 8 bis 10 Uhr, der beliebtesten Vorlesungszeit deutscher Studenten?“

Nichts leichter als dass, gibt es doch zwischen Montag 8 Uhr und Freitag 20 Uhr in etwa 25 mögliche Zeitblöcke! Schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass dies bei 20 Studenten nicht so einfach werden würde. Die abschließende, aber obligatorische Frage „Wie sieht es denn bei Ihnen am Wochenende aus?„, setzte dem dann doch die Krone auf.

Wir treffen uns jetzt jedenfalls in zwei Wochen am Montag um 8:15 Uhr, zur wohl beliebtesten Vorlesungszeit! ;-)

Warum ich nach Geschichtsdidaktik nun auch noch Wirtschaftspädagogik belege? Ganz einfach, wie man Geschichte am besten vermitteln kann habe ich bereits gelernt. Wie sich aber wirtschaftliche Sachverhalte verständlich präsentieren kann, z.B. in betrieblichen Weiterbildungsseminaren, ist eine ganz andere „Geschichte“.

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  • Ich habe auch zwei Fächer: Geschichte und Politik. Ich musste mich jedes Semester für eines entscheiden. Und von Ersatzterminen kann ich auch ein Lied singen. Das sind die „Probleme“, die zum Studentenleben dazugehören.

  • Zwei Fächer zu kombinieren war auch in Greifswald damals im Bachelor nicht immer einfach. Mein Master in Wirtschafts- und Sozialgeschichte ist da eindeutig einfacher zu organisieren, denn ich kann mir meine nicht-wirtschaftshistorischen Veranstaltungen komplett frei aussuchen.

    Schwierig wird es erst, wenn Vorlesungen mit Übungen oder gar Tutorien kombiniert werden sollen oder müssen. Bisher ging das aber ganz gut.

    Schöne Grüße nach Dresden ;-)

  • Wenn man es genau nimmt, habe ich ja drei Fächer: 2 x Geschichte (Neuere und Neueste Geschichte & Wirtschafts- und Sozialgeschichte) UND mein etwas stiefmütterlich behandeltes Fach Politikwissenschaft. Tutorien … ganz grandios … immer in der 1. Stunde, sprich halb acht :o(.