Mitfahrgelegenheit oder Logistikdienstleister? Von Göttingen nach Berlin mal anders.

Vorhin schrieb ich ja bereits, dass ich Göttingen mehr oder weniger fluchtartig verlassen wollte. Ganz so damatisch und vor allem spontan war das natürlich nicht. Schon am Anfang der Woche habe ich meine Mitfahgelegenheit für den heutigen Donnestagabend von Göttingen nach Berlin organisiert.

So einfach war das dann auch gar nicht, denn ich will ja drei bis vier Wochen in Berlin bleiben. Mit der normalen Reisetasche komme ich da ja nicht weit. Es durften also mal wieder meine geliebten Postversandkisten dran glauben. Da ich mit dem Versand bei der Deutschen Post nur schlechte Erfahrungen gemacht hatte, sollten die Kisten gefaelligst im Auto mit. Also mal genau bei mitfahrgelegenheit.de nachgesehen und nach möglichst großes Autos gesucht.

Wie der Zufall es wollte, wurde die an meinem Wunschtermin die mitfahrt in einem weißen Volkswagen Transport angeboten. Der Fahrer war auch überaus nett am Telefon, wenn auch wegen der wohl kuriosen Frage nach dem Übergepäck etwas irritiert. Dennoch bot er mir sofort an, einfach zwei Plätze zu nehmen und dann auf jeden Fall genug Platz für mein Monstergepäck zu haben. Statt 36 Euro würde er auch nur 25 Euro haben wollen! Geht klar, bei dem Preis brauchte ich nicht lange zu überlegen. Günstiger komme ich sicherlich nicht nach Berlin. Nicht mit meinem Gepäck zumindest.

Was jetzt nur noch fehlte war eine zügige und überraschungsfreie Fahrt nach Berlin? Die Fahrt wurde dann doch sehr abwechslungsreich, denn während Neun von Zehn Mitfahrgelegenheiten von Göttingen nach Berlin über Baunschweig und Wolfsburg nach Berlin fahren, fuhren wir erst mal in Richtung Kassel! Erst glaubte ich noch, der Fahrer hätte sich nur in der Auffahrt geirrt. Weit gefehlt, es ging über die fast fertige A38 südlich des Harzes nach Halle/Leipzig und dann die A9 entlang nach Berlin.

Die Strecke kannte ich definitiv noch nicht und so bot der Blick aus dem Fenster viel Neues. Blöd nur, dass die Fahrt trotzdem Fünf Stunden dauerte und die anderen drei Mitfahrer quasi bis vor ihre Haustür gefahren wurden. Alle außer mir wohlgemerkt, da Hohenschönhausen nicht ganz auf dem Weg lag. Wie dem auch sei, am Ostberliner Tierpark warteten schon Hea und René, um mich mit meinem Übergepäck netter Weise nach Hause zu fahren. Das beste kam aber zum Schluss, denn mein Fahrer gab mir doch glatt 5 Euro zurück, weil die anderen ja Haustür-Service bekommen haben!

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Studentisches Einzelappartment in den Semesterferien als Ferienwohnung nutzen?

Studentenzimmer zur Ferienwohnung umfunktioniert

Eigentlich habe ich mit meinem Kellerzimmer im Studentenwohnheim ja großes Glück. Gerade um diese Jahreszeit ist es dort angenehm kühl, auch wenn es den halben Tag dunkel ist. Klar, im Hochhaus haben einige Wohngemeinschaften und Einzelappatments einen taumhaften Ausblick über die Stadt. Dafür sind dort im Sommer auch nette 30+ Grad in den Zimmern, aber so eine Sauna soll ja gesund sein. In meinem möblierten Appartment sind es maximal 25 Grad, auch im Hochsommer und der Ausblick ist zumindest im Winter nicht der schlechteste.

Nichtsdestotrotz trete ich heute die Flucht nach Berlin an. Obwohl das untervermieten unserer Einzelappartments eigentlich nur in Ausnahmen erlaubt ist und das umfunktionieren des Zimmers in eine Feienwohnung ganz und gar verboten ist, macht meine Übemieterin genau das. Seit nun schon einer Woche teilen sich zwei erwachsene Frauen und zwei Kinder das Appartment, inkl. Campingbett, Wäschegestell und jeder Menge Schuhe in Hausflur! Die Geräuschkulisse ist teilweise mit einem Marktplatz in Teheren zu vergleichen… nicht mit einer regulären Studentenwohnung in Göttingen

Wer jetzt aber glaubt, dass sich jemand beim Hausmeister oder der Wohnheimverwaltung beschwert hätte, irrt. Als ich gestern leise in der WHV nachfragte, erntete ich nur ungläubige Blicke. Die Vier wären zwar schon auf dem Gelände aufgefallen, aber es wäre doch unmöglich zusammen in der kleinen 15 Quadratmeter-Wohnung zu übernachten. Na, da würde ich aber das Gegenteil behaupten wollen.

Nun ja, ich bin dann also mal weg… ;-)

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Universität Göttingen: Herzlichen Glückwunsch zur Exmatrikulation oder Rückmeldung mit Hindernissen

Na wenn das mal nicht der perfekte Start in die Semesterferien ist: die Universität Göttingen mag mich nicht mehr als Student haben!? Jedenfalls erklärte man mir gestern in der Zentralen Studienberatung am Wilhelmplatz, dass ich gar nicht rückgemeldet sei! Eigentlich wollte ich nur meinen Studentenausweis erneuern lassen, aber so wurde das natürlich nichts! Ob es da vielleicht zu Problemen mit der Rückmeldung gekommen ist?

Kurios ist allerdings, dass ich noch vor vier Wochen mit dem Team der Studienzentrale telefoniert hatte, weil es Probleme mit den 500 € Studiengebühren gab: Dank des Bankeinzugs für den Semesterbeitrag fürs Wintersemester 20009/2010 von 197,49 € konnte ich die Rückmelde-Deadline ja nicht verpassen, jedoch wurden in der Selbstverwaltung die Studiengebühren als “vermisst” gemeldet. Bei dem Telefonat wurde mir aber versichert, dass dies nur ein Problem mit dem Computersystem der Universität Göttingen sei. “Kein Problem für mich, dass würde sich von alleine klären“, sagte zumindest der junge Mann an der Telefon-Hotline.

Studiengeguehren an der Goettinger Universitaet

Gestern kam dann die böse Überraschung: ich bin nicht zurück gemeldet! Es gab am 01. Juli angeblich eine Rückbuchung der 197,49 € für den Semesterbeitrag, den ich am 24. Juni abbuchen lies, und somit bin ich nicht mehr rückgemeldet und quasi automatisch zum Ende des Semesters exmatrikuliert! Ach, die 500 € Studiengebühren sind jetzt als “bezahlt” aufgeführt. Komisch ist das ganze vor allem, weil mein eigenes Bankkonto weder eine Rückbuchung, noch eine ursprünglich Transaktion der 197,49 € verzeichnet. Dafür weist meine Kontoverwaltung des Universitätssystems 3 € zusätzliche Rücklastschriftgebühren auf!

Ob mir das vielleicht jemand erklären kann oder möchte? Die Telefon-Hotline jedenfalls nicht! Die Studentische Hilfskraft bat mich darum später noch mal anzurufen, dann wäre auch jemand erreichbar, der sich damit auskennt.

Update

Nachdem ich eben erneut mit der Internet-Hotline telefoniert habe wurde mir erklärt, dass die Kontodaten fehlerhaft waren. Ob es aber ein Problem intern gab oder die Daten in der Tat falsch eingetragen wurden, lässt sich leider nicht nachvollziehen. Genauso wenig, wie sich die Mahnung aufhalten lassen wird, die mir die Universität jetzt schicken wird. Nun ja, Warten wir das doch mal ab…

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Klausurbericht: Die Blogger treten als erste ab!

Letzte Woche hatte ich mich noch für die mangelnde Blogfrequenz entschuldigt, aber die Klausuren wollen ja möglich gut vorbereitet werden. Am Dienstag war es dann so weit, die Klausur in Wirtschafts- und Sozialgeschichte fand endlich statt. Im großen ZHG 010 saßen wir knapp 160 Kommilitonen und Kommilitoninnen und durften uns 90 Minuten über die Industrialisierung und Industrielle Revolution auslassen.

90 Minuten Zeit für 16 Fragen und zwei Essays … ziemlich knapp bemessen und dass bei einem hohen Fragennivaeu. Wie das aber so ist, nach spätestens 60 Minuten bekommt MrOrange einen Krampf im rechten Handgelenk … mit anderen Worten, die ersten 60 Minuten schreiben wie der Teufel und danach nur noch Rechtschreibfehler korrigieren und solche Späße.

Nach etwa 70 Minuten ist die Klausur für mich vorbei gewesen. Jedoch nicht nur für mich, eine unser Hiwis ging früher genauso wie Isabell. MrOrange scheint also nicht der einzige zu sein, der nicht lange mit Kuli Schreiben kann. Don Lupus bemerkte gerade recht treffend “Die Blogger sind eben als erste aus der Klausur gegangen … rudimentär entwickelte Schreibmuskeln vom vielen Tastaturschreiben“. Könnte aber auch an den miserablen Tischen liegen, die nämlich schräg angebracht sind und keinen Platz für das Ablegen des Handballens lassen, aber das ist nur eine Theorie ;-)

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Von wegen Göttinger Studenten wären nicht sozial eingestellt: kostenlose Kopien

Kostenlose Kopien? JA, wofür bezahlen wir denn in Göttingen Studiengebühren! Aber dieses Mal soll es nicht um Kopierkontingente aus Studiengebühren gehen, sondern um die mehr oder weniger praktischen Münzkopierer im Zentralen Hörsaalgebäude der Göttinger Uni. Diese Münzkopierer geben leider kein Rückgeld und offensichtlich hat nicht jeder Student Kleingeld in der Tasche. Sonst könnte man wohl nicht erklären, warum wir gerade unser Vorlesungsskript kostenlos kopieren durften.

Zugegeben, sechs Kopien kosten nicht die Welt – genau 30 Cent nämlich. Aber der letzte Nutzer hat es gut mit uns gemeint und sogar noch 20 Freikopien übrig gelassen! Drei mal sechs Kopien später waren sogar noch 2 Freikopien vorhanden. Über diese hat sich aber jemand anderes gefreut…

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39 Fotos von der Sommerfete der Akademischen Burse 2009


Burse Sommerfete 2009-0.jpg Burse Sommerfete 2009-1.jpg Burse Sommerfete 2009-2.jpg

Die restlichen 36 Fotos gibt es nach dem Klick … die Ladezeit könnte einen Moment dauern.
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Falscher Feueralarm im Göttinger Idunazentrum gegen Mitternacht?

Feuerwehreinsatz vor dem Goettinger Idunazentrum

Da sitzt man nichts ahnend auf dem Balkon im Idunazentrum mit dem Blick in Richtung Westen, genießt vielleicht noch das Feuerwerk in Rosdorf und plötzlich wird es auch vor der eigenen Tür spannend. Eben fuhren sie noch hinter dem Bahnhof entlang, die fünf Feuerwehrfahrzeuge die kurz darauf tatsächlich vor dem Idunazentrum anhielten. Die Kamera im Anschlag versuchte ich das Spektakel festzuhalten, hatte in der Eile jedoch vergessen, die richtige Kameraeinstellung zu nutzen = das Bild ist also etwas verschwommen, was aber den Effekt der heran eilenden Feuerwehr sogar verstärkt.

Von dem plötzlichen Aufruhr aufgeschreckt, ließen wir uns es natürlich nicht nehmen, mal unten zu gucken, wo denn das Problem lag. Denn weder wurden Leitern ausgefahren, noch Wasser auf das Idunazentrum abgefeuert. Nichts geschah und so fuhren wir, trotz des mulmigen Gefühls während eines Feuerwehreinsatzes mit dem Fahrstuhl hinab. Auch unten angekommen bot sich das gleiche Bild, der Löschzug der Feuerwehr verharrte in Untätigkeit. Auf die Frage, was denn los sei, antwortete einer der Feuerwehrmänner “Keine Ahnung, gemeldet wurde ein Brand in einer Küche!“.


Drei Einsatzwagen eines Goettinger Loeschzuges der Feuerwehr Rettungswagen und Feuerwehr vor dem Idunazentrum in Götingen Feuerwehr vor dem Idunazentrum in Goettingen um Mitternacht

Viel passierte dann auch nicht mehr, die Feuerwehr fuhr nach knappen 10 Minuten wieder ab und es kehrte abermals Ruhe ein, wenn man zwischen Güterbahnhof und Göttinger Innenstadt von wirklicher Ruhe sprechen kann. Im Fahrstuhl wieder hinauf fahrend berichtet uns ein Bewohner des Hauses noch; “dass kommt hier etwa zwei Mal pro Woche vor!” Beruhigend ist das nicht unbedingt, auch wenn die Göttinger Feuerwehr wohl binnen weniger Minuten am vermeintlichen Tatort eintraf.

Ich möchte noch ganz direkt auf Isabells Beitrag “Die Sache mit dem Feuer” zum gleichen Vorfall hinweisen, denn während ich noch fleissig Fotos machte, tippte sie schon längst an ihrer eigenen Story, mit einem etwas anderen Blickwinkel allerdings.

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