Das Zentrale Hörsaalgebäude in Göttingen ist besetzt.

Eigentlich stand heute morgen die Vorlesung zur Einführung in die Volkswirtschaftslehre im Zentralen Hörsaalgebäude auf dem Programm, zumindest auf meinem Stundenplan. Heute wurde das jedoch nichts, denn noch bevor auch nur ein Teilnehmer sich in Richtung des Campus bewegte, wurde das Göttinger ZHG besetzt.

Besetzer bringen erste Transparente im ZHG an Erster Ansturm auf das ZHG Goettingen um 8 Uhr Kurze Ansprache vor versammelter Studentenschaft im Goettinger ZHG

Alle sechs Eingänge sind mit plakat-behangenen Bauzäunen blockiert vor denen jeweils ein paar Bildungsstreikaktive stehen und Erklären, Diskutieren und Flyer verteilen. Die Reaktionen der von der Besetzung betroffenen Studenten könnte unterschiedlicher nicht sein: Von der seufzenden Aussage, doch umsonst aufgestanden zu sein, über wohlwollende Worte “endlich wird mal ein Zeichen gesetzt” bis zu wüsten Beschimpfungen war Alles dabei.

Die Hausmeister beguckten das Treiben heute morgen recht amüsiert und auch das Göttinger Studentenwerk reagierte schnell und mit Verständnis für die Studenten. Das Café Campus wurde kurzerhand geschlossen und die Brötchen ins Café Central umgesiedelt.

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Bildungsstreik 2009 die zweite – diesmal vielleicht doch Ernst zu nehmen?

Im vergangenen Sommer war in Deutschland groß der Bildungsstreik 2009 ausgerufen worden. Zwar kam der Bildungsstreik auch an der Göttinger Universität an, jedoch war er aufgrund seines geringen Umfangs und vor allem seiner unrealistischen Forderungen nicht wirklich Ernst zu nehmen. Dieses Kommentar scheint auf den ersten Blick vielleicht etwas krass, zumal es in Göttingen sogar eine Demo für grundlegende Bildungsreformen mit bis zu 10.000 Teilnehmern gab. Es ist jedoch nicht zum “Überschwappen” auf die breite Studentenschaft gekommen.

In diesem November begann nun die zweite Phase des Bildungsstreiks, die sich vor allem durch die Besetzung von Hörsälen und Universitätsgebäuden in ganz Deutschland charakterisiert. Auf den ersten Blick scheinen auch dieses Mal vor allem “die üblichen Verdächtigen” aktiv zu werden, also links-alternative-basis-demokratisch-orientierte Studenten. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zum vergangenen Sommer. Heute Mittag habe ich folgenden Flyer im Zentralen Hörsaalgebäude in die Hand gedrückt bekommen:


Fyler Bildungsstreik Goettingen Fyler Bildungsstreik Goettingen

Der Flyer zeichnet sich dadurch aus, dass die tatsächlichen und für nahezu jeden Studenten offensichtlichen Probleme mit dem aktuellen Bildungssystem aufgezählt werden und davon vier vertretbare und vor allem umsetzbare Forderungen abgeleitet werden. Es steht nicht die vermeintliche Besetzung und Bestreikung von Bildungseinrichtungen im Vordergrund, sondern viel mehr eine problem- bzw. eher lösungsorientierte Aufmerksamkeitskampagne!

Mein Flyer landete jedenfalls nicht im nächsten Papierkorb, sondern mehr oder weniger ordentlich gefaltet in der Hosentasche. Nicht nur das, am Montagabend habe ich mir die Besetzung der Lernlandschaft im Verfügungsgebäude genauer angesehen und mich dort auch mit mehreren Aktiven unterhalten. Darunter übrigens ein Mediziner und ein Jurist, also nicht die sonst so “üblich Verdächtigen”. Alles in Allem bin ich äußerst positiv von der zweiten Phase des Bildungsstreiks 2009 überrascht. Mir scheint es fast, als wäre der Bildungsstreik 2009 über die Semesterferien erwachsen geworden.

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Immatrikulationsveransaltung an der Universität Göttingen mit MARKET TEAM und jeder Menge Leute

Die Zahl der neu immatrikulierten Studenten an der Göttinger Universität lässt auch in diesem Jahr nicht nach und so war der Andrang bei der heutigen Immatrikulationsfeier zum Wintersemester 2009 groß. So groß sogar, dass der Hörsaal 11 im Zentralen Hörsaalgebäude schon eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Beginn der Feier geschlossen werden musste. Auch der zur Videokonferenz vorbereitete Hörsaal 10 war gut ausgelastet.


Voller Sall bei der Immatrikulationsfeier in Goettingen

Warum die Veranstaltung jedoch nicht im Foyer übertragen wurde, muss mir noch mal jemand verständlich erklären! Schließlich war da auch eine Menge los. Im Rahmen der Immatrikulationsfeier durften sich studentische Initiativen und eigentlich jede andere Göttingen Institution den neuen Studenten vorstellen. Natürlich war auch MARKET TEAM mit von der Partie!

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Pünktlich zum Semesterstart: Fahrradversteigerung in Göttingen am 24. Oktober 2009

Das neue Semester steht vor der Tür und was braucht man als Student in seiner Universitätsstadt? Zugegeben, an erster Stelle sollte ein Studienplatz bzw. eine Zulassung zum Studium stehen. Ja, auch eine Unterkunft, ob ein Einzelapartment im Studentenwohnheim oder in einer regulären Wohngemeinschaft – Hauptsache ein Dach über dem Kopf. Stimmt, ohne Bett, Schreibtisch und so weiter wird das ja auch nichts. Egal, was man neben den sonst so grundlegenden Dingen zum Leben sonst noch braucht, ist ein Fahrrad!

Fahrräder in Göttingen zu kaufen kann schon ein Spaß werden. Da die Nachfrage zum Semesterbeginn besonders hoch ist, darf man schon für kaum fahrtüchtige Drahtesel ordentlich tief in die Tasche greifen. Abhilfe schaffen da nur Bekannte die ihr Fahrrad loswerden wollen, sein eigenes Fahrrad mitbringen oder eben die offizielle Göttinger Fahrradversteigerung. Am 24. Oktober ist es wieder so weit: Um Neun Uhr beginnt die Versteigerung von gefundenen Fahrrädern im Pavillon der Bonifatiusschule im Rosengarten.

Natürlich muss nicht jedes Fahrrad dort günstig sein, aber wie bei Auktionen üblich, kann man da noch am ehesten ein Schnäppchen machen. Es hilft dabei, etwas früher da zu sein und sich die Fahrradangebote anzusehen ;-)

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Wetterbericht hin oder her, das Repititorium für Wirtschaftspolitik fällt nicht ins Wasser

Eigentlich soll heute mein neues Semester beginnen, denn für die nächsten drei Tage steht das Repititorium für Wirtschaftspolitik auf dem Programm. Repititi-was? Bei einem Repititorium wird der Stoff aus der Vorlesung des vergangenen Semesters noch einmal aufbereitet, also wiederholt. Meine Behauptung, dass heute das Wintersemester beginnen würde, stimmt so also nicht ganz.

Wie dem auch sei, der Wetterbericht für den heutigen Tag führt sein eigenes Repititorium durch: Es beginnt mit Regen am frühen Morgen, worauf Regen am Vormittag folgt. Zum Mittag gibt es dann altbewährtes, also Regen, und bis zum Ende des Tages wird sich daran auch nicht viel ändern. Regen, Regen und nochmals Regen und das bei Temperaturen um die 15 Grad.


Goettinger Wetterbeircht sagt: Regen den ganzen Tag

Eigentlich das falsche Wetter um einen vermeintlichen Semesterstart zu begrüßen! Ins Wasser fallen wird das Repititorium für Wirtschaftspolitik zwar nicht, aber ich kenne da ja jemanden, der heute den ganzen Tag zu Fuss unterwegs sein wird, mit einem Regenschirm bewaffnet.

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Ein Ausflug von London-Stansted nach Cambridge

Wie bereits in Beitrag über den billigen Tagesausflug von Hamburg nach Cambridge oder London geschrieben, gibts eine überaus günstige Möglichkeit in England Tagesausflüge zu machen: Das One-Day-Return Ticket von National Express. So ging es also heute nach Cambridge … als ob die Anreise nach London mit Ryanair aus Lübeck nicht genug gewesen ist ;-)

Zu erst sollte man wissen, dass es keine Schliessfächer im Bahnhof Cambridge gibt, aber der Fahrradladen- und verleih rechts von der Cambridge Station passt für 3 Pfund auf das Gepäckstück auf. Wobei bei einem Ausflug ein Rucksack fast reichen sollte.

Direkt am Bahnhof kann man das Erkunden von Cambrige beginnen, indem man eine Stadtrundfahrt mit City-Sightseeing Cambridge bucht. Diese kostet für Erwachsene 12 Euro, für Studenten 8 Euro und für Kinder 6 Euro. Es lohnt sich also seinen Studentenausweis einzupacken, wobei es nicht mal ein internationaler sein muss. Ebenfalls ins Gepäck gehören eine grosse Sonnenbrille, eine wind-dichte Jacke und vielleicht ein Kopfschutz damit der Wind die Fahrt auf dem offenen Oberdeck nicht zu einer Tortur werden lässt. Die Fahrt dauert ohne Aussteigen rund 70 Minuten, wobei ich ausgiebiges rein und raus nur empfehlen kann.

Bei einem Tagesausflug darf Verpflegung eigentlich nicht fehlen, aber im Flugzeug mitnehmen ist etwas kompliziert. Nichtsdestotrotz habe ich mir ein Picknick zusammen gestellt. So ging es mit einem Lachssandwich, einer Tüte Essigchips, einem Schoko-mit-Karamell-und-Schokostückchen-Cookie und einem Maracuja-Ananas-Passionsfrucht-Smoothie bewaffnet, in den “Christs Piece”. Typisch britisch wohl gemerkt, denn diese Idee hatte nicht nur ich, der Park war ordentlich gefüllt: bei dem Wetter jedoch kein Wunder.

Da Bloggen aus England ohne MacBook und Internet etwas schwierig ist, habe ich doch tatsächlich ein paar Postkarten gekauft, inklusive Briefmarken und dem ‘per avion’ Aufkleber. Sogar einen Stift habe ich mir im Postamt geliehen und versprochen ihn umgehen zurück zubringen. Aus dem Plan, im Park Mittag zu Essen und nebenbei Postkarten zu schreiben wurde jedoch nichts. Der geliehene Stift war leider leer, aber was hat der Herr Blogger auch keinen eigenen Stift dabei? Gegessen wurde trotzdem und das Postkarten schreiben muss halt warten … morgen geht es nach London unzwar mit der Bahn. Da ist bestimmt Zeit zum Postkarten schreiben.

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Von Hamburg nach London Stansted mit Ryanair und ein paar Business-Schnöseln

Die Tour mit dem Hamburg-Lübeck-Aiportbus war in etwa so spektakulär wie jede andere Busfahrt. 55 Minuten sollte die Fahrt dauern und das tat sie auch. Die Autobahn war leer und der typische norddeutsche Nieselregen war auch dabei.

Der Check-In bei Ryanair verlief auch problemlos, wobei das per Online-Check-In auch nicht anders zu erwarten war. Die Sicherheitskontrolle war schnell und ohne Komplikationen, wenn man davon absieht, dass ich sogar den Gürtel abnehmen sollte. Was mich jedoch irritierte: keiner interessierte sich für mein Handgepäck bzw. die Größe des Trolleys zu interessieren! Bei der Panik die um die nicht de IATA-Empfehlung entsprechenden 50 x 40 x 20 cm Richtlinien für Handgepäckgößen bei Ryanair war das schon überraschend!

Die Wartehalle des Lübecker Flughafen der bei Ryanair dreist Hamburg-Lübeck heißt, ist alles andere als einladend. Imgrunde ist es nur eine Festzelthalle mit Duty-Free, Café und jeder Menge Sitzplätze und eben sechs Gates.

Fliegen mit Ryanair ist allgemein als billiges Unterfangen bekannt, zumindest wenn man kein Gepäck und weder eine Reiserücktrittsversicherung oder Prioritätsboarding hinzu bucht. Letzteres haben wohl die drei über-wichtigen Geschäftsleute getan, die schon am Piority Boarding anstanden, bevor das Flugzeug aus London überhaupt gelandet war.

Das kann ich ja leiden, den Flug bestimmt für 0,01 Euro gebucht und sich dann, dank Prioritätsboarding, wie die Könige der Luftfahrt verhalten. Die Genugtuung für die nomalen Fluggäste kam dann in London, denn Priority Boarding garantiert zwar den bevozugten Einstieg und somit freie Platzwahl, beim Austeigen spielt das aber auch keine Rolle! Im Gegenteil, denn die drei Business-Möchtegens haben sich an die Notausgänge in der Mitte des Flugzeuges gesetzt. Diese Plätze haben zwar bedeutend mehr Beinfeiheit, aber einen entscheidenden Nachteil: man braucht von dort aus am längsten den Flieger zu verlassen. Die Zeiterspanis war somit gleich Null.

Ach, im Flieger habe ich übigens nachvollziehen können, warum Ryanair so irritierende Maßen fürs Handgepäck hat. Selbst ein Trolley mit 20 cm Höhe und 50 cm Länge ist nur mit größter Kaftanstrengung unter den Vordersitz zu bekommen!

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