Wohnungssuche mit Kugelschreiber und Marker – Flyer, Notizen und Plakate vom Campus der Universität Teil 11

Egal ob Mail, SMS oder wirkliches Anrufen, wer sich durch die Anzeige von Tina und Tanja gelesen hat, muss sich wegen der Kontaktaufnahme keine Gedanken machen. Auch sonst muss man sich beim Lesen der Anzeige kaum gedanklich anstengen, wurden doch die Schlüsselkriterien Wohnungsgröße, Einzugsdatum und so weiter mit einem gelben Marker unterstrichen.

handgeschriebene Zimmeranzeige mit Markierung fuer die ganz unaufmerksamen

Übrigens ist das benutzen von kleinen Piktogrammen bzw. Strichmännchen auch in Göttinger Wohnungsanzeigen nicht neu. Die gelben Markierungen habe ich jedoch noch nicht gesehen, aber immerhin hat dieses Plakat auf recht einfache Weise meine Aufmerksamkeit gewonnen.

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Kaffee, Falafel und ein Göttingen-Wegweiser – Flyer, Notizen und Plakate vom Campus der Universität Teil 10

Ein Zimmer in der Nikolaistraße ist natürlich so zentral wie es in Göttingen nur geht. Mit 12 Quadratmetern fallen die beiden so kreativ feil gebotenen Zimmer nicht sonderlich groß aus, aber dafür scheint eines klar, in dieser WG braucht man sich um den Kühlschrank keine Sorgen machen: Falafel und Kaffee gibt es direkt vor der Tür!

Wohnen in der Göttinger Innenstadt: Falafel und Kaffee direkt vor der Tür

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Steht vor der Nikolaistraße 9 wirklich ein Wegweiser in Richtung Bar, Disse, Markt, Theater und Uni ;-)

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Keine Zwischenmiete, aber Bio-Food direkt am Blauen Turm – Flyer, Notizen und Plakate vom Campus der Universität Teil 9

Wer schon immer mal mit 7 anderen Studenten zusammen wohnen wollte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hier gibt es die passende Anzeige. Bio-Food, Milch und Süddeutsche im Abo und das direkt am Blauen Turm in Göttingen? Faire 150 Euro für 15 Quadratmeter? Hey Du! Diese Anzeige ist für Dich!

Zimmer in 8er-Wohngemeinschaft

In dieser Wohngemeinschaft scheint es alles zu geben, außer einem Rauchverbot in der Küche und Zwischenmietern als Mitbewohner…

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Mitfahrgelegenheit zum Berliner Flughafen Tegel: Hier werden Sie geholfen!

Von Göttingen über Wolfsburg nach Berlin – doch die Fahrt war dieses Mal etwas komplizierter. Donnerstag, gleich nach dem Seminar – ohne früher den Seminarraum zu verlassen, ging es von Göttingen nach Wolfsburg und heute am frühesten Morgen von Wolfsburg nach Berlin. Das war aber auch eine unschlagbare Mitfahrgelegenheit: Erst ein abendliches Grillen in Wolfsburg inklusive Übernachtungsmöglichkeit und dann morgens nach Berlin gefahren werden – besser geht es kaum.

Verantwortlich für diese Odyssee zeigte sich Michael, der heute vom Berlin nach Moskau fliegen wollte. Wie gut das MrOrange ein ganz annehmbares Navigationsgerät für Berlin ist, da ich nicht nur den Weg kenne, sondern auch noch unseren kameruneschen und peruanischen Mitfahrer an geeigneten Stellen absetzten konnte und einen sicheren und vor allem kostengünstigen Parkplatz in der Nähe des Flughafens Tegel kannte. Aber damit nicht genug, bis zum Gate habe ich meinen Lieblingskommilitonen gebracht. Service und Arbeitsteilung nennt man das wohl.

Einen ganz ähnlichen und gleichzeitig kostenlosen Service bietet die BVG am Flughafen Tegel an. An den Bushaltestellen stehen jede Menge Service-Mitarbeiter, die den Touristen beim Ticketkauf und der Wahl des richtigen Buses oder der richtigen Route helfen, auf Deutsch und Englisch wohlgemerkt. Es wird sogar darauf geachtet, ob die lieben Touristen ihre Tickets ordentlich entwertet haben. Das ist echt mal eine Dienstleistung!

BVG bietet kostenlose Service-Dienstleistungen am Flughafen Tegel an

Aber was soll ich sagen: “Wir Berlin haben die Freundlichkeit ja quasi erfunden!” Das es aber auch gänzlich anders geht, zeigte der Busfahrer meines TXL-Flughafen-Bus auf dem Weg zum Flugharen: Eine normale Tageskarte AB sollte es sein, für 6,10 Euro. Hingelegt habe ich ihm 21,10 Euro, worauf der Busfahrer mürrisch antwortete “Wat soll’n dat? So wat mach’n wa’ hier nich” und mir das Kleingeld zurück schob. Dass er mir so lediglich 15 Euro hätte rausgeben müssen, ignorierte er. Es kam wie es kommen musste und ich bekam für meine 20 hingelegten Euro 15,90 Euro zurück! Ein Tagesticket für 4,10 Euro war mir zwar neu, aber ich habe mich nicht mehr getraut nachzufragen!

Bin ja schließlich Tourist in dieser Stadt ;-)

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Vier Strichmännchen suchen Nummer Fünf – Flyer, Notizen und Plakate vom Campus der Universität Teil 8

Letzten Freitag wurde noch mit einem falschen Schloss und einem falschen Japanischen Garten um potenzielle Mitbewohner geworben, heute möchte ich euch vier Strichmännchen vorstellen: Gabriel, Willhelm, Sara und Nils suchen einen fünften Mitbewohner, damit sie richtig glücklich sind.

Vier Strichmaennchen suchen einen neuen Mitbewohner

Ich kann mir das WG-Casting wunderbar vorstellen, anstatt sich vorzustellen und einen möglichst guten Eindruck zu machen, sind interessierte Besucher dazu aufgerufen ein Strichmännchen von sich zu zeichnen ;-)

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Nachtrag zum vorzeitigen Verlassen von Vorlesungen

Letzte Woche habe ich von einem kleinen Exkurs meines Dozenten berichtet, der sich darüber Gedanken gemacht hatte, wann und unter welchen Umständen man als Student Seminare und Vorlesungen vorzeitig verlassen darf. Kurz zusammen gefasst hieß das wohl nicht ganz ernst gemeinte Ergebnis: “Nur im nahenden Todesfall!

In meiner Vorlesung heute Morgen hat ein anderer Dozent weit aus mehr Mitgefühl für uns Studenten ausgedrückt, die ja eine 90-minütige Vorlesung auch erst mal hinter sich bringen müssen:

… bevor Sie mit fallenden Augenliedern vor mir auf die Tische sinken und mir einen Adrenalinschock geben … ich permanent darüber nachdenke, wie ich Sie wieder animieren und motivieren kann: Gehen Sie raus, machen Sie einen Spaziergang, Trinken Sie etwas und kommen Sie dann wieder. Ich habe vollstes Verständnis wenn Sie rausgehen, kann auch verstehen wenn Sie nicht wiederkommen, auch wenn mich das doch etwas trifft.

Ihnen gehört mein tiefes Mitgefühl, da ich weiß, dass sie nicht nur meine Vorlesung hören müssen, sondern auch noch andere.

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Chaostage an der Universität = Verteilung von Unicum Wundertüten

Es ist unglaublich welches Bild sich eben vor der Göttinger Zentralmensa anbot, eine riesige Menschentraube stand vor dem Haupteingang. Klar, heute muss es also die Unicum Wundertüten geben, also die Originale. Anders ist das wohl nicht zu erklären und in der Tat, je näher man der Mensa kam, desto mehr Studenten mit besagter Wundertüte kamen einem entgegen. Nachdem es letzte Woche schon mal eine Wundertütenverteilung gab, wurde heute noch mal eins drauf gesetzt: ein großer LKW voll mit Kisten, eine Reihe von Tischen und dahinter fünf arme Unicum-Knechte und Knechtinnen, sogar ein Hubwagen war dabei, der permanent für Nachschub an Kisten sorgte.

Chaostage an der Uni Goettingen Unicum Tuetenausgabe Chaostage an der Uni Goettingen Was ist in der Goettinger Wundertuete von Unicum Chaostage an der Uni Goettingen Studenten verteilen die Beute untereinander

Wie auf dem ersten Bild zu sehen, hätten dort auch zehn Unicium-Helferlein stehen können, es hätte nichts geholfen. Links die Frauentüten, rechts die für Männer – das sagte man uns zumindest, nachdem wir uns bis in die erste Reihe vorgekämpft hatten. Gut das wir an der richtigen Ecke standen ;-) Die Unicum-Wundertüten sind übrigens praller gefüllt, als die letzte Woche verteilten, der Rest war des gleiche: die Tüten werden gnadenlos geplündert, untereinander wird getauscht was die Tüten hergeben und der nicht brauchbare Rest wird kurzer Hand entsorgt.

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Hinter den Kulissen des Studentenwohnheims Albrecht-Thaer-Weg

Hinter den Kulissen? Nein keine Sorge, ich habe weder die netten Damen in der Wohnheimsverwaltung, noch unsere Hausmeister beschattet, um jetzt exklusive Details auszuplaudern. Gestern Abend fand die zweite Heimratssitzung des Semesters statt und als aktueller “Hauseinheitssprecher” meines Aufgangs durfte ich natürlich auch dort erscheinen um am demokratischen Prozess der Selbstverwaltung teilzuhaben. Das praktische war dabei hauptsächlich das Stimmkärtchen bei vielen Gelegenheiten zu heben um somit meine Zustimmung, Ablehnung oder Enthaltung zu zeigen.

Um was ging es also? Zum Beispiel um die “Entlastung der Tutorien”, wobei es vorher eine Kassenprüfung gab um zu sehen, ob das vergangene Semester alles mit rechten Dingen zu ging. So wurde in der Tat jedes einzelne Tutorium mit den Worten “In der Kasse sollen sich so uns so viele Euro und Eurocent befinden, bei der Überprüfung waren auch so und so viele Euro und Eurocent vorhanden“. Wirklich spannend war das natürlich nicht, wobei es bei den Inventarlisten der Tutorien doch einiges zum Lachen gab.

So wurde bei der Inventur des Foto-Tutoriums festgestellt, dass zwei Videorekorder und eine Fernbedienung defekt sind. Was aber nur halb so schlimm ist, weil die defekte Fernbedienung zu einem der defekten Videorekordern gehört. Dafür wurden aber die Kochlöffel wieder gefunden, die letztes Semester noch fehlten. Kochlöffel im Foto-Tutorium? Wie dem auch sie, es folgten die Vergabe der neuen Tutorien und schließlich die Abstimmung über kommende Ausgaben, z.B. für die Anschaffung einer neuen Waschmaschine. Washcams wurden übrigens nicht diskutiert.

Fast hätte sich der Abend sogar doppelt gelohnt, denn meine Tischnachbarin hatte mir netter aber vollkommen zufälliger Weise einen orangen Kugelschreiber geliehen. Leider musste ich diesen nach der Heimratssitzung wieder abgeben, aber die nächste Sitzung kommt bestimmt. Ach ja, das wir schon gegen Mitternacht fertig waren, ist alles andere als selbstverständlich. Ich wurde am Wochenende noch vor gewarnt, das diese Veranstaltung im letzten Semester bis um Zwei Uhr nachts ging. Glück gehabt!

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Hauptsache kreativ: falsches Zimmerangebot = Flyer, Notizen und Plakate vom Campus der Universität Teil 7

Nachdem ich letzten Freitag auf die Möglichkeit hinwies, wie man denn größtmögliche Aufmerksamkeit auf sein Zimmerangebot richten kann, soll es dieses Mal um eine kreative Alternative gehen. Das heutige Plakat wartet mit Schloss, Japanischer Garten und einer Piratenflagge auf, nur um danach auf zwei 10 Quadratmeter große Zimmer zu vertrösten.

falsche versprechungen auf Flyer fuer Zimmerangebot

Handgeschrieben und mit schönem Blickfang hat die Anzeige auf jeden Fall ihr Ziel erreicht: Wer kann schon an so einem Plakat vorbei gehen, ohne auch mal drauf zu sehen!

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Unter welchen Umständen darf man Seminare und Vorlesungen vorzeitig verlassen?

Diese Frage stellte einer meiner Dozenten im Hauptseminar diese Woche. Ihm sei es ganz und gar unverständlich, wieso immer wieder Studenten seine Seminare, Übungen oder Vorlesungen vor dem Ende verlassen würden. Nach einigen weniger überzeugenden Gründen stellte er jedoch klipp und klar fest, unter welchen Umständen er frühzeitiges Gehen für gerechtfertigt hält:

Wenn sie merken, das das Ende naht, gehen sie vor die Tür und sterben dort. Andere Gründe um eine Veranstaltung früher zu verlassen gibt es nicht.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass dies nicht unbedingt ernst gemeint ist. Dennoch: Gut das wir mal drüber gesprochen haben ;-)

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Sitzplätze auf der Treppe und unserer Industrialisierungsvorlesung nicht sonderlich bequem sind und man nach 70 Minuten nicht mehr sitzen kann? Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass einige Studenten sich mit dem vorzeitigen Verlassen der Veranstaltung nur die Zeit zurückholen wollen, die unser Dozent gerne mal überzieht. Denn aus durchschnittlichen 3 Minuten pro Vorlesung und Hauptseminar kommen im Semester etwas mehr als eine Stunde “Nachspielzeit oder Verlängerung” zusammen…

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